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Cloud & Speicher21.2.2026

Cloud-Speicher Vergleich – Google Drive, OneDrive, iCloud

Cloud-Speicher Vergleich 2026 – Google Drive, OneDrive und iCloud

Cloud-Speicher gehören heute zum digitalen Alltag. Fotos, Dokumente und Backups – alles landet in der Cloud. Aber welcher Dienst ist der richtige für Sie? In diesem umfassenden Vergleich stellen wir die drei größten Cloud-Speicher-Dienste gegenüber: Google Drive, Microsoft OneDrive und Apple iCloud. Wir vergleichen Preise, Speicherplatz, Funktionen, Datenschutz und vieles mehr.

Kostenloser Speicherplatz im Vergleich

Alle drei Dienste bieten kostenlosen Speicher an – die Menge unterscheidet sich aber deutlich:

  • Google Drive: 15 GB kostenlos (geteilt mit Gmail und Google Fotos)
  • Microsoft OneDrive: 5 GB kostenlos
  • Apple iCloud: 5 GB kostenlos

Klarer Gewinner beim Gratis-Speicher: Google Drive mit 15 GB – dreimal so viel wie die Konkurrenz. Allerdings teilen sich Gmail, Google Drive und Google Fotos diesen Speicher. Wer viele E-Mails mit Anhängen hat, kommt auch hier schnell an Grenzen.

Bezahlte Tarife und Preise (Stand 2026)

Google One (Google Drive):

SpeicherPreis/MonatPreis/Jahr
100 GB1,99 €19,99 €
200 GB2,99 €29,99 €
2 TB9,99 €99,99 €

Google One bietet zusätzlich: VPN, erweiterte Google-Fotos-Bearbeitungsfunktionen, Familienfreigabe (bis zu 5 Mitglieder) und zusätzlichen Support.

Microsoft 365 (OneDrive):

TarifSpeicherPreis/MonatPreis/JahrExtras
Basic100 GB1,99 €19,99 €Nur OneDrive
Personal1 TB6,99 €69,99 €Office-Apps (Word, Excel, PowerPoint)
Family6 × 1 TB9,99 €99,99 €Office-Apps für bis zu 6 Personen

Der Clou bei Microsoft: Beim Personal- und Family-Tarif erhalten Sie die vollständigen Office-Apps (Word, Excel, PowerPoint, Outlook) inklusive. Wer Office ohnehin braucht, bekommt den Cloud-Speicher praktisch kostenlos dazu.

Apple iCloud+:

SpeicherPreis/Monat
50 GB0,99 €
200 GB2,99 €
2 TB9,99 €
6 TB29,99 €
12 TB59,99 €

iCloud+ enthält zusätzlich: iCloud Private Relay (VPN-ähnliche Funktion in Safari), „E-Mail-Adresse verbergen" und HomeKit Secure Video.

Plattformunterstützung

Google Drive:

  • ✅ Web-App (alle Browser)
  • ✅ Windows (Desktop-App)
  • ✅ macOS (Desktop-App)
  • ✅ Android (vorinstalliert)
  • ✅ iOS (App verfügbar)
  • ✅ Linux (inoffiziell über Web)
  • ✅ ChromeOS (tief integriert)

Bewertung: Google Drive ist am plattformübergreifendsten und funktioniert praktisch überall.

Microsoft OneDrive:

  • ✅ Web-App (alle Browser)
  • ✅ Windows (tief integriert, vorinstalliert)
  • ✅ macOS (Desktop-App)
  • ✅ Android (App verfügbar)
  • ✅ iOS (App verfügbar)
  • ⚠️ Linux (nur über Web)

Bewertung: OneDrive funktioniert am besten auf Windows und ist dort tief ins System integriert.

Apple iCloud:

  • ✅ Web-App (icloud.com, eingeschränkt)
  • ⚠️ Windows (iCloud für Windows – funktioniert, aber nicht perfekt)
  • ✅ macOS (tief integriert)
  • ❌ Android (nicht verfügbar)
  • ✅ iOS (tief integriert)
  • ❌ Linux (nicht verfügbar)

Bewertung: iCloud ist praktisch nur für Apple-Nutzer sinnvoll. Wer Android oder Linux nutzt, kann iCloud kaum verwenden.

Funktionen im Detail

Google Drive – Stärken:

  • Google Docs, Sheets, Slides direkt im Browser – kostenlos und leistungsfähig
  • Echtzeit-Zusammenarbeit – mehrere Personen bearbeiten gleichzeitig
  • Hervorragende Suche – Google durchsucht sogar Text in Bildern und PDFs (OCR)
  • Google Fotos Integration – automatisches Backup und KI-gestützte Sortierung
  • Großzügiger Gratis-Speicher (15 GB)
  • Gemini-KI – KI-Assistent hilft beim Arbeiten mit Dokumenten

Google Drive – Schwächen:

  • Datenschutzbedenken (Google nutzt Daten für Werbung)
  • 15 GB werden mit Gmail und Fotos geteilt
  • Desktop-App bietet weniger Optionen als OneDrive

OneDrive – Stärken:

  • Tiefe Windows-Integration – OneDrive-Ordner wie lokale Ordner nutzen
  • Office-Apps inklusive bei Microsoft 365 Personal/Family
  • Dateien auf Abruf (Files on Demand) – Dateien belegen erst Speicher, wenn Sie sie öffnen
  • Persönlicher Tresor – besonders geschützter Bereich mit zusätzlicher Authentifizierung
  • Versionsverlauf – ältere Dateiversionen wiederherstellen
  • Familientarif – 6 Personen mit je 1 TB zum fairen Preis

OneDrive – Schwächen:

  • Nur 5 GB kostenlos
  • Auf macOS weniger gut integriert als auf Windows
  • Synchronisierungsprobleme kommen gelegentlich vor
  • Ohne Microsoft-365-Abo relativ teuer für den Speicher allein

iCloud – Stärken:

  • Nahtlose Apple-Integration – alles synchronisiert automatisch zwischen iPhone, iPad und Mac
  • Fotos-App – hervorragend für Apple-Nutzer, automatische Synchronisierung
  • Schlüsselbund – Passwörter sicher synchronisieren
  • iCloud Private Relay – VPN-ähnlicher Datenschutz in Safari
  • Einfachste Einrichtung – auf Apple-Geräten praktisch kein Setup nötig
  • Datenschutz – Apple gilt als datenschutzfreundlicher als Google

iCloud – Schwächen:

  • Nur 5 GB kostenlos – zu wenig für ein iPhone-Backup
  • Kaum nutzbar außerhalb des Apple-Ökosystems
  • Web-App (icloud.com) ist eingeschränkt
  • Keine echte Echtzeit-Zusammenarbeit wie bei Google Docs
  • iCloud für Windows funktioniert nicht immer zuverlässig

Datenschutz und Sicherheit

Google Drive:

  • Server: Weltweit verteilt (hauptsächlich USA)
  • Verschlüsselung: AES 256-Bit im Ruhezustand, TLS bei der Übertragung
  • Google hat theoretisch Zugriff auf Ihre Daten
  • Daten werden für personalisierte Werbung analysiert
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung verfügbar
  • DSGVO-konform (Google hat EU-Standardvertragsklauseln)

OneDrive:

  • Server: Weltweit, auch in der EU
  • Verschlüsselung: AES 256-Bit im Ruhezustand, TLS bei der Übertragung
  • Persönlicher Tresor mit zusätzlicher Verschlüsselung
  • Microsoft 365 Business: Erweiterte Compliance-Optionen
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung verfügbar

iCloud:

  • Server: Weltweit (Apple nutzt teilweise Drittanbieter wie Google Cloud und AWS)
  • Verschlüsselung: AES 128-Bit (Standard), Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für bestimmte Daten
  • Erweiterter Datenschutz (optional): Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für fast alle iCloud-Daten – auch Apple kann dann nicht mitlesen
  • Generell gilt Apple als datenschutzfreundlichster der drei Anbieter

Fazit Datenschutz: Apple bietet mit dem „Erweiterten Datenschutz" die stärkste Verschlüsselungsoption. Google ist am transparentesten, nutzt aber Daten für Werbung. Microsoft liegt dazwischen und bietet mit dem Persönlichen Tresor ein nettes Extra.

Für wen eignet sich welcher Dienst?

Google Drive ist ideal, wenn Sie:

  • Verschiedene Geräte und Betriebssysteme nutzen (Android + Windows, Chromebook, etc.)
  • Viel mit Google Docs/Sheets/Slides arbeiten
  • Den größten kostenlosen Speicher wollen
  • In Teams zusammenarbeiten und Dokumente teilen
  • Bereits tief im Google-Ökosystem stecken

OneDrive ist ideal, wenn Sie:

  • Hauptsächlich Windows nutzen
  • Microsoft Office (Word, Excel, PowerPoint) benötigen
  • Den besten Familientarif suchen (6 × 1 TB + Office)
  • Eine tiefe Desktop-Integration wünschen
  • Dateien auf Abruf nutzen möchten

iCloud ist ideal, wenn Sie:

  • Ausschließlich Apple-Geräte nutzen (iPhone, iPad, Mac)
  • Die einfachste, nahtloseste Lösung suchen
  • Wert auf Datenschutz legen (Erweiterter Datenschutz)
  • Fotos automatisch zwischen allen Apple-Geräten synchronisieren wollen
  • Keine Lust auf Konfiguration haben

Kann man mehrere Cloud-Dienste gleichzeitig nutzen?

Natürlich! Viele Nutzer kombinieren Cloud-Dienste clever:

  • Google Drive für Dokumente und Zusammenarbeit
  • iCloud für Fotos und iPhone-Backup
  • OneDrive für Office-Dateien und Windows-Backup

So maximieren Sie auch den kostenlosen Speicher: 15 GB (Google) + 5 GB (OneDrive) + 5 GB (iCloud) = 25 GB gratis.

Alternative Cloud-Speicher

Neben den drei großen gibt es weitere interessante Optionen:

Dropbox:

  • Pionier unter den Cloud-Speichern
  • Nur 2 GB kostenlos – wenig
  • Gute Synchronisierung und Dateiverwaltung
  • Preis: Ab 11,99 €/Monat für 2 TB

MEGA:

  • 20 GB kostenlos
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
  • Sitz in Neuseeland
  • Preis: Ab 4,99 €/Monat für 400 GB

Tresorit:

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
  • Server in der Schweiz – strenge Datenschutzgesetze
  • Ideal für sensible Daten
  • Preis: Ab 11,99 €/Monat für 1 TB

Tipps für die Nutzung von Cloud-Speicher

  1. Aktivieren Sie immer 2FA – schützen Sie Ihren Cloud-Zugang mit Zwei-Faktor-Authentifizierung
  2. Nutzen Sie starke Passwörter – idealerweise einen Passwort-Manager
  3. Prüfen Sie geteilte Ordner – wer hat Zugriff auf Ihre Dateien?
  4. Lokales Backup behalten – verlassen Sie sich nicht nur auf die Cloud
  5. Speicherplatz überwachen – aktivieren Sie Benachrichtigungen, wenn der Speicher knapp wird
  6. Sensible Daten verschlüsseln – für besonders private Dateien nutzen Sie zusätzliche Verschlüsselung (z.B. Cryptomator)

Unser Gesamtfazit

Es gibt keinen allgemein „besten" Cloud-Speicher – der richtige Dienst hängt von Ihrem Ökosystem und Ihren Anforderungen ab. Google Drive bietet die beste Plattformunabhängigkeit und den meisten kostenlosen Speicher. OneDrive überzeugt mit dem unschlagbaren Microsoft-365-Bundle (Office + 1 TB Speicher). iCloud ist die perfekte Wahl für Apple-Nutzer, die nahtlose Integration ohne Aufwand wollen. Egal für welchen Dienst Sie sich entscheiden: Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung und behalten Sie immer ein lokales Backup Ihrer wichtigsten Daten.

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